Da zum Thema "Drucken" im Netzwerk immer wieder Fragen auftauchen, sollen hier kurz die Unterschiede aufgezeigt werden.

 

Direkt

Die einfachste Methode zu Drucken besteht darin, den Drucker direkt an der Workstation anzuschließen. Dies erfolgt in der Regel über ein USB oder Parallelkabel (am LPT-Port).
Das hat zwar mit Drucken im Netzwerk nichts zu tun, sollte der Klarheit wegen hier trotzdem erwähnt werden 

lanprint-direkt

Dadurch kann allerdings immer nur der Rechner drucken, der gerade angesteckt ist.

In diesem Kontext sollten auch sogenannte Druckerumschalter erwähnt werden, die das Umstecken der Kabel zwischen zwei oder mehr Rechnern ersparen.

Peer to Peer

In einem Peer-to-Peer Netzwerk (zuweilen auch als Arbeitsgruppe bezeichnet) besteht die Möglichkeit, dass ein Rechner über einen anderen druckt, an dem der Drucker angeschlossen ist. Dazu muss im gezeigten Bild am PC1 der Drucker für das Netzwerk freigegeben werden.

lanprint-p2p

Vorteile 
  • Keine Zusatzkosten (außer was zur Vernetzung von PCs notwendig ist)
Nachteile 
  • PC1 muss eingeschaltet sein, wenn PC2 drucken will
  • Durch die Druckaufträge wird PC1 zusätzlich belastet.

Netzdrucker

Etwas fortgeschrittener als die Peer-to-Peer-Variante ist das Drucken über einen kleinen Printserver: dieser verbindet den Drucker mit dem Netzwerk. Diese Printserver gibt es als externer Gerät mit USB- oder Parallelport (zuweilen auch mit mehreren Ports) und in professionelleren Geräten als interne Netzwerkkarte.

lanprint-ps

Vorteile gegenüber Peer-toPeer 
  • Der "andere" PC muss nicht an sein, jeder Teilnehmer kann jederzeit drucken
Nachteile gegenüber Peer-to-Peer 
  • Anschaffung und Konfiguration des Printservers

Druckserver

Die professionellste Variante stellt der Einsatz eines Druckservers im Netzwerk dar. (Nicht zu verwechseln mit den kleinen Printservern, die trotzdem oft zum Einsatz kommen).

In dieser Version verbinden sich die Workstations mit dem Druckserver der meist auch gleichzeitig ein Dateiserver ist,  und schicken ihre Druckaufträge an diesen Server. Der nimmt die Druckaufträge in eine Warteschlange auf und verarbeitet sie dann unabhängig vom "Auftraggeber". Ob die Drucker über einen externen Printserver (im Bild Drucker 1) oder über eine interne Netzwerkkarte (Drucker 3) oder gar direkt am Server mittels USB/Parallelkabel (Drucker 2) angeschlossen sind, spielt dabei keine Rolle.

Der größte Vorteil dieser Variante ist die zentrale Administrierbarkeit sowohl der Drucker aus auch der Druckaufträge. So können z.B. am Druckserver für die einzelnen Drucker Treiber hinterlegt werden, die sich die Workstation zieht, sobald sie sich auf den Drucker verbindet. In den anderen genannten Fällen muss der Treiber jeweils pro Arbeitsplatz installiert werden. Demzufolge kommt diese Lösung vor allem in Firmen zum Einsatz.

lanprint-server

Vorteile 
  • Einmal eingerichtet, stellt es kaum noch einen Unterschied dar, ob 2 oder 50 Arbeitsplätze verbunden werden sollen
  • Entlastung der Arbeitsplätze, da der Server sich ums Drucken kümmert
Nachteile 
  • Eigener Server notwendig, dieser muss angeschafft, installiert, konfiguriert und gewartet werden (Kosten!)

In den Bildern sind Druckerkabel (USB/Parallel) grün und Netzwerkkabel rot dargestellt. Statt Netzwerkkabeln kann selbstverständlich auch ein Wireless LAN verwendet werden.

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